Unser Service

ist speziell und vielseitig.

Was ist ZTV Baumpflege?       
Jungbaumschnitt  
Lichtraumprofil  
Totholzentfernung
Kronenpflege
Kronenauslichtung  
Sondermaßnahmen
Kronensicherungen
Fällungen    
Pflanzungen  
Fassadenarbeiten

Was ist ZTV-Baumpflege?

Um einen einheitlichen Standard für das noch junge Berufsbild der Baumpflege anzustreben, wurde das erste deutsche Regelwerk 1979 erarbeitet und erfuhr seitdem eine enorme Verbreitung und einen großen Bekanntschaftsgrad in der Öffentlichkeit.

Die FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V.) lässt regelmäßig unter dem Titel „ZTV-Baumpflege“ (zusätzliche technische Vereinbarungen) diese Richtlinien von einem Expertengremium überarbeiten. Momentan gültig ist die aktuelle Ausgabe von 2017, nach der sich nicht nur öffentliche Einrichtungen, sondern auch private Auftraggeber und Auftragnehmer orientieren. Der Vorteil liegt in der exakten Definierung der Baumdiagnose, den detaillierten Leistungsbeschreibungen und den baumpflegerischen Maßnahmen.

Der Kunde möchte z.B. seinen mittelalten, gut erhaltenen Baum „geschnitten“ haben, weiß aber nicht, wo, was und wie zu schneiden ist. Der Auftragnehmer kann z.B. die Maßnahme einer Totholzentfernung nach 3.1.5 ZTV oder Kronenpflege nach 3.1.6 ZTV (siehe Leistungsbeschreibungen) empfehlen und ist zugleich im Vorfeld beratend tätig, um spätere Missverständnisse auszuschließen.

Sowohl Kunde als auch Ausführender haben nun Sicherheit und Verständnis durch Verständigung erreicht. Wir führen unsere zu leistenden Arbeiten nur nach den Richtlinien der ZTV-Baumpflege aus.

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Allgemeines zum Kronenschnitt

Schnittmaßnahmen in der Krone dienen der Entwicklung und dem Aufbau bei Jungbäumen und dem Erhalt und der Pflege von verkehrssicheren Bäumen. Der individuelle Habitus, das arttypische Erscheinungsbild, ist dabei Vorgabe.
Die Schnittflächen sollen klein gehalten werden, damit der Baum die Wunde von außen überwallen und von innen abschotten kann. Deshalb sollten die Maßnahmen auch in der Vegetationsperiode von Mitte März bis Oktober durchgeführt werden. Auf die richtige Schnittführung ist besonders zu achten; diese beginnt bereits mit der Erziehung bei Jungbäumen.

ERZIEHUNGS- UND AUFBAUSCHNITT

Der gepflanzte Baum sollte schon in der Baumschule richtig erzogen worden sein. Dies ist ein Kriterium von guter Ware.
Konkurrenztriebe sollten entfernt, der Leittrieb herausgearbeitet, sich kreuzende oder reibende Äste getrennt sein und das Lichtraumprofil vorbereitet sein. Diese Maßnahmen werden nach dem Anpflanzen im regelmäßigen Turnus von 1-3 Jahren wiederholt und dem Baum ein guter Start in seiner Entwicklung gewährleistet.

LICHTRAUMPROFILSCHNITT

Diese Maßnahme ist vor allem im öffentlichen Verkehr wichtig. Der lichte Raum umfasst dabei immer den Verkehrsraum, der gesetzlich vorgeschrieben ist.
Auf Geh-/Radwegen ist dieser mindestens 2,50 Meter hoch, auf Fahrbahnen 4,5 Meter.
Sollten Sie als Baumeigentümer Bäume am Straßenrand besitzen, müssen Sie für das Lichtraumprofil sorgen.

TOTHOLZENTFERNUNG

Totholzentfernung ist die einfachste Form der Verkehrssicherungspflicht in der Baumpflege. Auch in der Ruheperiode von Oktober bis März bei Temperaturen über -5 ° Celsius kann man diese Maßnahme durchführen, sollte dabei aber lebendes Holz am Astkragen nicht verletzen. Bei richtiger Schnittführung ist der Baum in der Lage, Wunden zu erkennen und mittels chemischer Vorgänge durch Abschottung und Überwallung zu verschließen. Ebenso verfährt der Baumorganismus bei natürlich entstandenen Faulstellen.

Kronenpflege

Durch gezielte fachliche Schnittmaßnahmen im Fein- und Schwachastbereich (< 5 cm ∅) werden unerwünschte Fehlentwicklungen ausgeglichen und zugleich die Vitalität angeregt. Das arttypische Kronenbild des Baumes wird beibehalten.

Vorrangig werden tote, kranke, gebrochene, beschädigte, sich reibende und kreuzende Äste entfernt. Bei Bäumen an Verkehrsflächen muss das Baumumfeld überprüft werden.
Der Ausführungszeitraum für Schnittmaßnahmen am lebenden Holz ist während der Vegetationsperiode in den Monaten März bis Oktober.

Die Kronenpflege ist die umfassendste Leistung für einen Baum und sollte bei normalen Witterungseinflüssen und Klimaverhältnissen über 3 -5 Jahre keine weiteren Maßnahmen zur Folge haben.

Kronenauslichtung

Bei Verschattung – einem zu dichtem Kronenbild – lässt sich die gesamte Baumkrone durch gleichmäßiges Entfernen im Fein- und Schwachastbereich (< 5 cm Φ) auslichten.
Je nach Baumart und Blattgröße lassen sich Lichtdurchlässigkeitseffekte von bis zu 40 % erreichen. Die wesentliche Struktur der Krone wird dabei nicht verändert, um keine physiologischen Schädigungen hervorzurufen.Denn zu starke, zu viele oder unfachgemäße Schnitte bewirken genau den gegenteiligen Effekt!
Es entstehen unzählige Neutriebe, sogenannte Wasserreiser; der Baum „explodiert“.
Er erschöpft seine Energiereserven und Nährstoffvorräte, und bildet meist dichtere Verschattungen als zuvor. Ästhetische Kronenauslichtung lässt sich erst mit jahrelanger Erfahrung erstellen, und ist sehr häufig eine kundenorientierte Maßnahme.

Sondermaßnahmen

Veränderungen des Kronenbildes durch große Schnitte, gehen immer einher mit physiologischen Schädigungen des Baumes und werden nur bei notwendiger Wiederherstellung der Verkehrssicherheit angewendet.
Ab diesem Zeitpunkt bedürfen sie regelmäßiger Kontrolle und Nachbearbeitung in einem Intervall von 1 – 3 Jahren.
Solche stark beeinflussende Maßnahmen dienen zur Wiederherstellung der Stand- und Bruchsicherheit des Baumes.

– Bei Kronenteileinkürzungen werden vorwiegend seitliche Partien zur Entlastung eingekürzt.

– Bei Kroneneinkürzungen in der Höhe wird der Baum sichelförmig um maximal 20% auch in seiner Ausdehnung verkleinert, um die Windsegelfläche zu verkleinern. – Die Nachbehandlung stark eingekürzter Bäume mit Ständerbildung baut allmählich eine Zweitkrone auf. Hier sollte vorab entschieden werden, ob der Baum für eine längere Zukunft erhalten werden kann oder ob aus Gründen der Verkehrssicherheit andere Leistungen durchzuführen sind.

– Der Kronensicherungsschnitt bei Bäumen mit kurzer Lebenserwartung ist die finale Maßnahme vor der Baumfällung. Hier wird der Baum massiv und teilweise auf Torso eingekürzt.

Kronensicherungssysteme

Bei ausbruchgefährdeten, mehrstämmigen Stämmlingen („sog. Druckzwiesel“) und bruchgefährdeten Starkästen ist es sinnvoll baumschonende Kronensicherungen anzubringen.

Diese Seilsysteme sind speziell für die Baumpflege entwickelt worden und sollten daher auch nur von erfahrenen Spezialisten eingebaut werden. Genaue physikalische Baumstatik- und Hebelgesetzkenntnisse sind Voraussetzung.

Hohltausysteme werden prinzipiell in 2/3 Höhe über der Schwachstelle schwingungsfähig fixiert, damit der Baum den Sturmböen nach wie vor passiven Widerstand geben kann.

Es gibt viele Möglichkeiten das kostenintensive Kronensicherungsmaterial falsch anzubringen. In tonnenschweren Größenordnungen sollte man sich keine Fehler bei verkehrssichernden und baumschützenden Maßnahmen erlauben.

Wir beraten Sie bei dem Einbau von Kronensicherungen deswegen sehr sorgfältig.

Kronenauslichtung

Bei Verschattung – einem zu dichtem Kronenbild – lässt sich die gesamte Baumkrone durch gleichmäßiges Entfernen im Fein- und Schwachastbereich (< 5 cm Φ) auslichten.
Je nach Baumart und Blattgröße lassen sich Lichtdurchlässigkeitseffekte von bis zu 40 % erreichen. Die wesentliche Struktur der Krone wird dabei nicht verändert, um keine physiologischen Schädigungen hervorzurufen.Denn zu starke, zu viele oder unfachgemäße Schnitte bewirken genau den gegenteiligen Effekt!
Es entstehen unzählige Neutriebe, sogenannte Wasserreiser; der Baum „explodiert“.
Er erschöpft seine Energiereserven und Nährstoffvorräte, und bildet meist dichtere Verschattungen als zuvor. Ästhetische Kronenauslichtung lässt sich erst mit jahrelanger Erfahrung erstellen, und ist sehr häufig eine kundenorientierte Maßnahme.

Fällungen

Kann die Stand- oder Bruchsicherheit bei Bäumen nicht mehr gewährleistet werden und versagen andere Maßnahmen, so ist der Baum bei Verkehrsgefährdung zu fällen. Modernste Abseiltechniken, Aufbau von Seilbahnen, Kranfällungen etc. bringen jeden Baum an noch so ungünstigen Standorten zu Fall.

Doch nur ein speziell ausgebildetes Baumpflegeteam ist in der Lage diese kostenintensiven Materialien ohne Risiko und mit Sachverstand, sicher und präzise einzusetzen. Wir verfügen über die Spezialausrüstung und die Erfahrung für jeden Schwierigkeitsgrad.

Im Vorfeld sollten Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder dem Amt nach Fällgenehmigungen und Ersatzpflanzungen erkundigen. Auf Wunsch übernehmen wir diese Leistung.

Für jeden gefällten Baum sollte zumindest ein neuer Baum gepflanzt werden. In Zeiten des sogenannten Klimawandels dürfte dies eine natürliche Einstellung sein. Eine hundertjährige ausgewachsene Solitärbuche mit voll ausgebildetem Kronenvolumen bedarf ca. 2.500 neu gepflanzter Jungbäume.

Pflanzung

Gerade bei der Baum- oder Strauchpflanzung auf Ihrem Grundstück spielt Qualität eine entscheidende Rolle. Zu diesem Thema entwickelte die FLL Richtlinien über „Gütebestimmungen für Baumschulpflanzen“ und „Empfehlungen für das Pflanzen von Bäumen“ an die wir uns halten.

Die Standortwahl hat neben der Bodenauswertung auch einen technisch-rechtlichen Aspekt in Verbindung mit Einhaltung der Grenzabstände zu Nachbargrundstücken oder des Lichtraumprofils zu öffentlichen Verkehrsflächen.

Sinnvoll ist auch die Verwendung von autochthonen (aus der Region stammenden) Gehölzen, damit sie in unsere heimischen Nahrungskreisläufe integrierbar sind und ökologische Funktionen erfüllen können. Hierbei ist nicht nur die Zugehörigkeit zu einer Art, sondern vielmehr die innerhalb dieser Art mittransportierte genetische Information entscheidend.

Auch hier beraten wir Sie gerne ausführlich.

Fassadenarbeiten

Oft besteht die Notwendigkeit Efeu-, Wein oder andere Rankenbegrünungen an Hausfassaden einzukürzen oder zu behandeln. Als Zweig des Industriekletterns sind wir auch für diese Anforderungen ausgerüstet.